Wattbewohner

Wattwurm

Obwohl das Watt ein schwieriger Lebensraum ist und durch den Wechsel der Gezeiten zwei Mal am Tag trocken fällt, ist es einer der am dichtesten besiedelten Lebensräume. Durch besondere Fähigkeiten haben es die Tier- und Pflanzenwelt geschafft, sich den  Bedingungen des Watts anzupassen. 

Den Wattwurm z.B. findet man erst beim Graben in ca. 30 cm Tiefe. Er frisst Sand, denn er lebt von den darin enthaltenen Nährstoffen. Um seinen „Kot“ in Form von gereinigtem Sand wieder abzugeben, kommt er nur alle 45 Minuten an die Oberfläche. Das Körperende ist beliebte Beute der Wattvögel, von dem er sich allerdings segmentweise trennen kann.

Strandkrabbe

Es gibt im Watt natürlich noch viel mehr zu entdecken: Sandgarnelen, die bei einer Wattwanderung an unseren Füßen kitzeln oder die Strandkrabbe, die uns ihre Scheren entgegenstreckt. 

Aber auch zahlreiche Muscheln sind hier heimisch. Eine davon ist die Sandklaffmuschel. Sie wird bis zu 15 cm groß und lebt in ca. 15 cm Tiefe. Sie gräbt sich hochkant in den Sand ein und schiebt durch einen Spalt in ihrer Schale ein röhrenartiges Organ, den Sipho, bis zur Bodenoberfläche. Durch eine Ein- und Austauschröhre kommen so Luft und Nahrungsteilchen zu der eingegrabenen Muschel. Die Sandklaffmuschel ist sehr standorttreu, im Alter verändert sie aus eigener Kraft  ihren Standort gar nicht mehr.

Sandklaffmuschel

Die besondern Anpassungsstrategien der Wattbewohner können Sie auch in unserer Ausstellung bestaunen. Lernen Sie bei einem Gang durch den Watttunnel die unterschiedlichen Anpassungskünstler kennen und erfahren Sie, was Wattbewohner in der Nacht treiben.

Sie werden schnell feststellen, dass Sylt und das Wattenmeer immer wieder überraschen und faszinieren.