Sylter Landschaften

Die Insel Sylt ist durch verschiedene Landschaftstypen geprägt. Jeder Bereich bietet zahlreichen Pflanzen und Tieren einen wichtigen Lebensraum. So unterschiedlich die verschiedenen Landschaftstypen auch sein mögen, sie haben eines gemeinsam: sie sind durch die Kräfte der Naturgewalten geprägt und stellen einen extremen Lebensraum dar. 

Die Sylter Kliffe zum Beispiel sind Steilküsten, die sich durch den Einfluss der Meeresbrandung ständig verändern. Entstanden sind die übereinander liegenden Gesteinsschichten in lange zurück liegenden Eiszeiten. Kliffe sind daher wie „Geschichtsbücher“ für die Geologen, die anhand der Fossilfunde und Schichtungen die Vergangenheit der Küstenlandschaften belegen können.

Wenn das Meer trocken fällt, lässt sich ein anderes Phänomen auf Sylt erleben: das Watt. Gäste haben dann die Möglichkeit, auf dem Meeresgrund spazieren zu gehen. Das Watt ist Heimat einer faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt, die sich perfekt an den Rhythmus der Gezeiten angepasst hat. So trotzen dessen Bewohner einem extremen Temperaturwechsel genauso wie dem täglich wechselnden Wasserstand.

Ebenso prägend für die Insel sind ihre traumhaft schönen Dünenlandschaften. Im Naturschutzgebiet Listland im Norden befinden sich die einzigen aktiven Wanderdünen der Nordseeküste. Es gehört zum Schutz der Dünen, dass sie nicht betreten und nur auf fest gefügten Wegen durchwandert werden dürfen. Wer die Stufen zur Aussichtsplattform der 52,5 m hohen „Uwe-Düne“ in Kampen bezwingt, wird mit einem wunderschönen Ausblick belohnt.